Astrologie kennenlernen und verstehen



H     J   K   L     N


zurueck zum Lexikon


H

Hades, a) einer der Wirkpunkte der Hamburger Schule, bewegt sich als
ein (hypothetischer) Planet auf der Ekliptik, verstärkt die bekannten Planeten,
Deutung: Armut, Einsamkeit, Krankheit, Beschwernisse
b) gr. Gott der Unterwelt, sein Name bedeutet soviel wie "Der Unsichtbare",
Sohn von Kronos (Saturn), Gemahl von Persephone

Halbdistanzpunkte, fiktive Horoskoppunkte, das arithmetische Mittel
der Tierkreislängen der beiden betrachteten Planeten, Deutung umstritten

Halbmond, Mondphase, bei der der Mond im Quadrat zur Sonne steht

Halleysche Periode, andere Bezeichnung für den Saroszyklus

Hamal, Alpha Aeritis, 6°59' Stier, hellster Fixstern im Sternbild Widder
im Tierkreiszeichen Stier gelegen, Von Saturn- und Marsart, Deutung:
Grausamkeit und Gewalttätigkeit

Hamburger Schule, astrologische Schulrichtung, ursprünglich die
Bezeichnung der Schriften von F. Sieggrun und W. Hartmann von 1925,
in denen die astrologischen Ansätze von Alfred Witte vorgestellt wurden;
Die Hamburger Schule ist auch durch ihr "Regelwerk der Planetenbilder"
bekannt, arbeitet mit hypothetischen Planeten

Harze, in der Magie: Planetenzuordnungen zu bestimmten Harzen;
Sonne: Weihrauch, Mond: Myrrhe, Merkur: Benzoe Sumatra,
Venus: Sandelholz, Mars: Galbanum, Jupiter: Siam Benzoe,
Saturn: Storax

Hase, das 4. Zeichen in der chinesischen Astrologie; entspricht
dem Krebs

Haus, neuerer Begriff in der Astrologie für den ORT oder
das FELD in einem Horoskop, die 12 Häuser entstehen durch
Teilung des 360°Kreises durch die 12 Tierkreiszeichen; es
gibt verschiedene Haussysteme zur Berechnung der Häuserspitzen

Häuserspitze, der Anfang eines Horoskophauses, der Grad der Ekliptik,
in dem Haus beginnt

Hekate, a) der "unheilvolle" Mond, b) gr. Göttin unbekannter Herkunft,
stand mit Geistern und Magie in Verbindung, zu ihrem Wirkungsbereich
gehören die Stunden der Dunkelheit und die Fruchtbarkeit der Erde; wurde
später zur Göttin des Mondes, wird oft mit 3 Köpfen: einem Hunde-
Pferde- und Löwenkopf dargestellt; Ihre Tochter ist die Zauberin CIRCE

Heliaktischer Aufgang; der Aufgang eines Gestirn in der Morgendämmerung,
meistens kurz vor dem Sonnenaufgang; Ortus Heliakus

helio...; sonnenbezogen

Helios; gr. Sonnengott, Sohn von Hyperion und Theia; Bruder von Selene
und Eros; Herrscher über Tages- und Jahresablauf; sein Kultzentrum war
die Insel Rhodos



I

Iatromathematik, medizinische Astrologie, Zuordnungssystem, das aus
der Mikro-Makrokosmos-Vorstellung entwickelt wurde --> Melothesie,
Zuordnung der Tierkreiszeichen zu den verschiedenen Körperteilen des
Menschen.

IC, Abkürzung für das Immum Coeli --> die Himmelstiefe, in der Regel die
Spitze des 4.Hauses (Feldes) im Horoskop

Immerwährender Kalender, kalendarisches Verzeichnis der Tage eines
Jahres mit danebenstehnden, periodischen Ferialbuchstaben und den
zyklischen Neumonden; war schon den alten Römern bekannt, beginnend
am 23.Januar des Jahres 1, abwechselnd mit 29 und 30 Tagen weiterzählend,
wobei jeweils ein 31tägiger Schaltmonat unbenannt eingeschoben wurde;
an jedem Neumondtag gab man die entsprechende Goldene Zahl für die 235
Monate des 19jährigen Mondzyklus hinzu; Kalendarium mit dauernder
Gültigkeit

Immum Coeli, Himmelstiefe, IC, meistens Anfang des 4. Hauses
(Feldspitze) des Horoskopes; Schnittpunkt der Ekliptik mit dem
Ortsmeridian unter dem Horizont

In corde solis, im Herzen der Sonne

Indische Astrologie, eng verwandt mit der hellenistischen Astrologie,
sie wurde im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. aus Griechenland in verschiedenen
Sankritübersetzungen nach Indien gebracht; Neuerungen in Form von Einbringung:
der 5-Elemente-Lehre (Erde, Wasser, Luft, Feuer und Raum), des Kastensystems,
der Reinkarnationslehre (Seelenwanderung, Wiedergeburt), der 27 Mondstationen
(Naksatras), der Yogas, der beiden Mondknoten, imaginärer Planeten u.v.m.

Individual Astrologie, Teilgebiet der Astrologie, befasst sich mit der
Geburtsastrologie des Einzelwesens (im Gegensatz zur Mundanastrologie)

Infortuna major, das Große Unglück, respektive: Saturn

Infortuna minor, das Kleine Unglück, respektive: Mars

Ingression, Ingressus, Der Eintritt eines Gestirns in ein Sternbild bzw.
Tierkreiszeichen

Inklination, Himmelsmechanik, Neigung der Winkel zw. Ekliptik und Bahnebene

Inkongruenz der Sternbilder, das Faktum, dass die astronomischen Sternbilder
und die astrologischen Tierkreiszeichen infolge der Präzession immer weiter
auseinanderdriften und nicht mehr, wie vor ca. 2000 Jahren, deckungsgleich sind
Die Sternbilder haben verschieden große Ausdehungen - die Tierkreiszeichen
haben genau 30° Ausdehung auf der Ekliptik.

Innere Felder, die Häuser (Felder) 2,3,5,6,8,9,11 und 12

Innere Planeten,  die Planeten Merkur und Venus im heliozentrischen System,
da sie (innen) zwischen Erde und Sonne ihre Bahn ziehen

intergalaktisch, zwischen den Galaxien befindlich

Interlunium, Luna Silens, Zeit um den Neumond herum

interplanetar, im Raum zwischen den Planeten befindlich, innerhalb
des Sonnensystems

interstellar, im Raum zwischen den Fixsternen (Sonnen)

Interzeption, Position eines Planeten in einem Tierkreiszeichen, das mit über
30° Abstand ganz in einem Haus (Feld) liegt (das Tierkreiszeichen wird von
keiner anderen Häuserspitze geschnitten)



J

Jahr, a) die Dauer eines Umlaufs der Erde um die Sonne, die Definition
unterscheidet sich durch die Wahl des Anfangpunktes der Zählung
(tropisches, siderisches, anomalistisches Jahr)
b) bürgerliche Zeiteinheit, heute nach dem Gregorianischen Kalender
von Januar bis Dezember dauernd

Jahrbücher, Ephemeriden, Tabellenwerk astronomischer Daten,
Gestirnstandstabellen

Jahreshoroskop, aus der Antike übernommener Brauch, ein Horoskop
auf den ersten Neumond nach dem Frühlingsäquinoktium zu erstellen, um
damit eine Jahresprognose ableiten zu können

Jahresprognose, die Prognose, die sich aus dem jeweiligen herrschenden
Jahresregenten für ein Jahr  ergibt

Jahresrechnung, die Anzahl der Jahre in einer Ära
 
 

Jahresregent, der Planet, dessen Nummer sich in der chaldäischen Reihe bei der
Division der um 4 verminderten Jahreszahl durch 7 als Rest ergibt

Jahreszeiten, die Zeitabschnitte eines Jahres zwischen einen Solstitium,
in unserm Kalender schwankt (wegen der Schalttage) der Anfang der einzelnen
Jahreszeiten in einem 4-jährigen Zyklus

Jahrhundert, Saeculum, ein Zeitraum von 100 Jahren

JD, Abk. für Julianisches Datum

Jungfrau, Virgo, a) astrologisch das 6. Zeichen des Tierkreises, analog
dem letzten Sommermonat und dem 6. Haus; die Sonne durchläuft dieses
Zeichen ca. zwischen dem 23.August und dem 22. September; Merkur hat
hier sein Domizil. Die Jungfrau ist ein weibliches Erdzeichen, Polarität:
Negativ, bewegliches Zeichen (veränderlich). b) astronomisches Sternbild,
nördlich vom Himmelsäquator, Hauptstern: Spica

Jupiter, a) grösster und massereichster Planet unseres Sonnensystems,
gelblich-weiß strahlend, während seiner Sichtbarkeit ein eindrucksvoll
leuchtender Planet, mit 15 Monden  b) Hauptgott der Römer, Herrscher
des Himmels (gr. Zeus), in seinem Wirkungsbereich lagen das Wetter,
vor allem Blitz und Donner, die Heereszüge, insgesamt das Gelingen
aller Dinge und alle menschlichen Belange, Gemahl von Juno, Vater
von Minerva.  c)  astrologisch: Expansionsprinzip, Herrscherplanet im
Tierkreiszeichens Schütze (Domizil), männlicher Feuerplanet



K

Kabbala, mystische Geheimlehre des Judentums aus dem 12.-13. Jh.,
lehr die Emanation der Welt aus einer göttlichen Spähre, Seelenwanderung;
große symbolische Bedeung haben in der Kabbala Zahlen und Buchstaben

Kabbalistische Astrologie, Verbindung der jüdischen Geheimlehre und
der Astrologie, die 10 Himmelssphären werden mit den 10 Sephirot
(Namen der Erscheinungsformen Gottes) verbunden, die 22 Buchstaben
des hebräischen Alphabets werden analog zu den den 12 Tierkreiszeichen,
den 7 antiken Planeten und den 3 Jahreszeiten gesehen

Kalb, der helle Fixstern Regulus

Kant-Laplacesche Theorie, allgemeine Bezeichnung für 2 unterschiedliche
Auffassungen über die Entstehung des Sonnensystems: 1) die Nebularhypothese
von I. Kant (1755) und 2) die Rotationshypothese von Laplace (1796)

Kardinalpunkte, die 4 Hauptpunkte, in denen sich die Ekliptik, Meridian und Horizont
zu einem bestimmten Zeitpunkt schneiden, nämlich: obere und untere Kulmination,
und Auf- und Untergangspunkt am Horizont

Kardinales Kreuz, das von den 4 kardinalen Zeichen gebildete Kreuz im Tierkreis

Kardinale Zeichen, die Tierkreiszeichen Widder, Waage, Krebs und Steinbock

KDG, Kombination der Gestirneinflüsse, entwickelt von der Aalender Schule
Reinhold Ebertins, benutzt Horoskopachsen und Halbdistanzen zwischen den
Planetenpositionen, dem AC und MC und den Mondbahnen

Kiffa Australis, der Fixstern Zuban Elgenubi

Kiffa Borealis, der Fixstern Zuhban Elschemali

Kimmtiefe, die Höhe eines Gestirn über dem scheinbaren oder aber über dem
natürlichen Horizont, ist von der Augenhöhe des Betrachters abhängig

Kleine Planeten, Planetoiden

Kometen, Haarsterne, Himmelskörper, die sich wie die Planeten im Planetensystem
in geschlossenen Bahnen um die Sonne bewegen, oft von grosser Neigung und
Exzentrität

Königsaspekt, Coniunctio Aurea, Conjunctio Magna

Konjunktion, Aspekt mit einem Winkel von 0°, das nahe Beisammenstehen zweier
oder mehrerer Planeten

Konstellation, die Anordnung der Gestirne

Kopernikanisches System, heliozentrische Planetentheorie von Nikolaus Kopernikus
(* 19.02.1473  † 24.05.1543), bei der die Sonne im Mittelpunkt unseres Planetensystems
steht, löste das Ptolemäische  Weltbild (geozentrisch - die Erde steht im Mittelpunkt) ab.

Krebs, Cancer, a) das 4. Zeichen des Tierkreises, analog dem 1. Sommermonat und
dem 4. Haus (Feld) des Horokopes, die Sonne durhcläuft den Krebs ca. zwischen
22. Juni und dem 22. Juli, der Mond hat hier sein Domizil, weibliches Wasserzeichen,
kardinales Zeichen  b) astronomisch: Sternbild nördlich vom Himmelsäquator



L

Länge, a) im ekliptikalen Koordinatensystem der Winkel zw. Frühlingspunkt
und dem Längengrad des Gestirns b) geographische Länge, der in Grad
gemessene Winkel auf dem jeweiligen Breitenkreis zw. dem Nullmeridian
und dem Längenkreis durch einen bestimmten Ort. Die geographische Länge
eines Geburtsortes wird bei der Erstellung eines Horskopes benötigt, weil
die Zonenzeiten auf  Sternzeit korrigiert werden müssen.

Längenkreis, Großkreis, senkrecht auf dem Äquator stehend

Lange Zeichen, die Tierkreiszeichen Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage,
Skorpion und Schütze

Latitudo, die Breite

Leelauf, cursus vacuus, das Phänomen, das ein Planet innerhalb von 180°
keinem anderen Planeten begegnet, Deutung: Einsamkeit, Ausgeschlossensein

Leo, lateinisch, das Tierkreiszeichen Löwe

Leviathan, aus dem Alten Testament (Jes. 27,1 und Hiob 3,8), Name des
Sternbildes des grossen Himmelsdrachen

Libra, lateinisch, Name des Tierkreiszeichens Waage

Lichter, lat Lumina, alte astrologische Bezeichnung für die "Himmelslichter"
Sonne und Mond

Lilith, der Schwarze Mond in der Astrologie

Löwe, Leo, a) astrologisch das 5. Zeichen des Tierkreises, analog dem 5. Haus (Feld)
und dem 2. Sommermonat, die Sonne durchläuft dieses Zeichen ca. zwischen dem
23. Juli und dem 22. August, die Sonne hat hier ihr Domizil, männliches Feuerzeichen,
fixes (festes) Zeichen  b) größtes Sternbild am Nordhimmel, Hauptsterne: Regulus und
der Schwanzstern Denebula

Luft, eines der 4 Elemente, die astrologisch zugeordneten Tierkreiszeichen sind:
Zwillinge, Waage und Wassermann

Luna, Name der röm. Mondgöttin

lunar, auf den Mond bezogen



M

Magische Astrologie, Astrologieform, die sich mit der Anrufung und
Beschwörung der Elementargeister und Planetengeister(Astralgeister)
befaßt; Teil der operativen Astrologie

Magische Quadrate, die Anordnung ganzer Zahlen im Quadrat in der
Form, dass Zeilen-, Spalten- und Diagonalsummen gleich sind. In der
Astrologie wurden jedem Planeten ein bestimmtes magisches Quadrat
zugeordnet (Planetensiegel)

Makrokosmos, Das Universum, die Welt im Grossen, im Gegensatz zum
Mikrokosmos --> dieWelt im Kleinen

Mala fortuna, das 3. Haus (Feld) des Horoskopes

Malefizplaneten, die unglücksbringenden Planeten Mars und Saturn -->
im Gegensatz dazu die glücksbringenden Benefizplaneten Venus und
Jupiter

Mandala, a) Im Buddhismus kreisförmiges oder vieleckiges Schaubild
mit Symbolen als Meditationshilfe  b) In C.G. Jungs Tiefenpsychologie
Bezeichnung für urtümliche Traumbilder, die in Symbolen unbwußte
Bereiche der Persönlichkeit darstellen; dem Mandala kommt auch in
der symbolischen Astrologie eine große Bedeutung zu, dem Horoskopbild
selbst wird der Charakter eines Mandalas zugeordnet

Manetho, ägyptischer Priester und Historiker (ca 270 v. Chr.); erlernte
die mesopotamische Astrologie und war Autor mehrerer Traktate, in denen
er die Weissagungstechniken der alten Babylonier dokumentierte

Männliche Planeten, in der Astrologie dem Männlichen Prinzip zugeordnete Planeten;
Männlich sind: Sonne, Mars, Jupiter, Saturn und Uranus. Merkur ist anceps und wird
nur dann als männlich angesehen, wenn er sich mit einem männlichen Planeten verbindet

Männliche Zeichen; in der Astrologie dem männlichen Prinzip zugeordnete
Tierkreiszeichen. Männlich sind: Widder, Zwillinge, Löwe, Waage, Schütze
und Wassermann

Marduk, Stadtgott von Babylonien,



N

N, Zeichen für Nonagon, ein schwacher Aspekt

Nachfolgende Häuser, das 2., 5., 8., und 11. Haus (Feld) eines Horoskopes

Nachtbogen, der Teil des Horoskopkreises, den ein Planet im Laufe eines
Tages durchläuft und der unter dem Horizont (AC-DC Achse) liegt

Nachtgeburt, in der Astrologie ein Geburtszeitpunkt, der zwischen dem
Sonnenuntergang und dem Sonnenaufgang liegt

Nachtgestirne, Mond, Mars und Venus

Nachtgleiche, --> Tag- und Nachtgleiche, Äquinoktium

Nadir, a) in der Astrologie das Immum Coeli (Himmelstiefe) oder Spitze
des 4. Hauses (Feldes) des Horoskopes  b) Fußpunkt, der dem Zenit
gegenüberliegende Punkt

Nativität, das Horoskop, Kosmogramm

Neptun, a) von der Sonne aus gesehen der achte Planet unseres Sonnensytems,
mit bläulich-weisser Färbung, besitzt 2 Monde, benötigt für den Durchlauf durch
ein Tierkreiszeichen ca. 13,75 Jahre, wurde 1846 von dem Astronom Galle entdeckt
b) römischer Gott des Wassers (gr. Poseidon) c) astrologisch: Auflösungsprinzip,
Transzendenz, Herscherplanet des Tierkreiszeichens Fische (Domizil), weiblicher
Wasserplanet


zurueck zum Lexikon